SICHERUNG & STABILISIERUNG
Brauchen Duschabtrennungen Stabilisationsstangen?
Wer eine moderne Glasduschwand oder Walk-In-Dusche plant, steht schnell vor der Frage: Benötigt meine Duschabtrennung eine Stabilisationsstange – oder geht es auch ohne?
Die kurze Antwort: Nicht jede Duschwand braucht eine Stabilisierungsstrebe, aber in vielen Fällen sorgt sie für deutlich mehr Sicherheit und Stabilität.
Im folgenden Ratgeber erklären wir, wann eine Stabilisationsstange sinnvoll oder sogar notwendig ist – und wann nicht.
Wann ist eine Stabilisationsstange bei Duschwänden sinnvoll oder notwendig?
Eine Stabilisationsstange wird eingesetzt, um Glasduschwände zu sichern und Schwingungen zu verhindern. Besonders in folgenden Situationen ist sie wichtig:
1. Bei rahmenlosen oder teilgerahmten Glasduschen
Moderne rahmenlose Duschabtrennungen wirken besonders elegant, sind jedoch konstruktiv auf wenige Befestigungspunkte angewiesen. Eine Stange sorgt hier für zusätzliche Stabilität.
2. Bei großen oder freistehenden Duschwänden
Große Glaswände (meist ab ca. 100 cm Breite) oder Walk-In-Duschwände stehen seitlich frei. Durch den großen Hebel entsteht beim Reinigen oder Anlehnen eine stärkere Bewegung – eine Stabilisationsstrebe verhindert das gefährliche „Wackeln“.
3. Wenn die Wandbeschaffenheit nicht optimal ist
In Altbauten, bei Trockenbauwänden oder wenn Fliesen auf Hohlraumträgern liegen, ist die Tragfähigkeit manchmal eingeschränkt. Eine Stabilisierungsstange unterstützt die Konstruktion und verhindert Materialbelastung.
4. Bei Walk-In-Duschen
Walk-In-Systeme bestehen meist aus einer einzelnen, frei stehenden Glaswand. Ohne zusätzliche Abstützung ist hier kaum sichere Stabilität erreichbar – eine Strebe ist deshalb fast immer vorgesehen.
Wann kann eine Duschabtrennung auch ohne Stabilisationsstange montiert werden?
Es gibt mehrere Situationen, in denen eine Duschwand stabil genug ist, um ohne zusätzliche Strebe auszukommen:
1. Komplett gerahmte Duschsysteme
Gerahmte Modelle bieten durch ihre Konstruktion eine sehr hohe Eigenstabilität. Eine zusätzliche Stange ist nicht notwendig.
2. Türanlagen zwischen zwei Wänden
Pendeltüren oder Schwingtüren, die beidseitig in Mauern oder Nischen befestigt werden, benötigen in der Regel keine Stabilisationsstange.
3. Systeme mit verstärkten Wandprofilen
Hochwertige Hersteller bieten spezielle Wandprofile, die die Glaswand sicher führen und Stabilität ohne Stabilisierungsstange gewährleisten – jedoch meist nur bis zu einer bestimmten Glasgröße.
Sicherheit geht vor – Empfehlung aus der Praxis
Duschabtrennungen bestehen in der Regel aus Einscheibensicherheitsglas (ESG). Damit dieses Material vollständig sicher bleibt, sollte die Konstruktion wiederkehrende Belastungen problemlos aufnehmen.
Unsere Empfehlung:
Bei großen Walk-In-Wänden oder rahmenlosen Seitenteilen lieber eine Stabilisationsstange einplanen.
Sie kostet wenig, erhöht aber Stabilität und Sicherheit deutlich – und ist in modernen Designs wie Chrom, Schwarz oder Deckenmontage optisch sehr unauffällig.
Fazit: Stabilisationsstange – ja oder nein?
Ob eine Stabilisationsstange notwendig ist, hängt stark vom Duschsystem, der Glasgröße und der Wandbeschaffenheit ab.
Rahmenlose und große Glaswände profitieren immer von einer zusätzlichen Stabilisierung.
Gerahmte und kompakte Systeme kommen problemlos ohne aus.